CJG St. Josefshaus

150 Jahre Kinder- und Jugendhilfe im Bergischen Land

Das CJG St. Josefshaus ist eine der ältesten Jugendhilfeeinrichtung im Bergischen Land. Im Jahr 1871 wurde sie von den “Armen Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung” von Olpe aus gegründet. Nachdem der Orden das Haus der Kirchengemeinde zur Verwaltung überlassen hatte, übernahm 1984 die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft die Aufgabe, die Einrichtung weiterzuführen.

1884

An der heutigen Blockhausstraße wird der Grundstein für ein eigenes Haus gelegt. Mit Genehmigung der Königlichen Regierung übernehmen die Schwestern die Erziehung armer Kinder und die ambulante Krankenpflege im neuen St. Josephshaus. 

1890

Die Einrichtung erhält die Konzession zur Leitung einer Privatschule für ihre betreuten Kinder. Am 28. Oktober 1890 beginnt der Unterricht mit 52 Kindern. 

1903

Im Jahr 1903 erhält die stattlich anerkannte zweiklassige Privatschule einen neues Schulgebäude, das zwischen dem bestehenden Heim und dem damaligen Altersheim errichtet wird.

1925 bis 1927

In diesen Jahren wird ein neues Mädchenheim mit Waschhaus, Brausebad und Badeeinrichtung erbaut. Das frühere Waschhaus wird umgebaut und als Ökonomiegebäude eingerichtet.

1939 bis 1945

Während des Zweiten Weltgrieges ist der Schulunterricht permanent beeinträchtigt, da die Lehrer zum Heeresdienst eingezogen werden. Die Schwestern übernehmen phasenweise den Unterricht. Die Zahl der betreuten Kinder und Jugendlichen steigt im Jahr 1941 auf 176. Im Frühjahr 1945 müssen Schulklassen geräumt werden, um Flüchtlinge aufzunehmen. Im Herbst nach den Kriegsende erteilen die Amerikaner die Erlaubnis, wieder mit dem Schulunterricht zu beginnen.

1950 bis 1956

Anfang der 50er Jahre leben im St. Josefshaus ca. 130 Kinder und Jugendliche, die von 15 Ordensschwestern betreut und erzogen werden. Es gibt vier Jungen- und eine Mädchengruppe. Im Jahr 1955 haben Umbaumaßnahmen in den Wohnbereichen der Gruppen die Wohnverhältnisse stark verbessert. Ein neues Schulgebäude, das im Sommer 1956 eingeweiht wird, löst die Raumprobleme beim Unterrichten. Die Schule erhält den Namen St. Antoniusschule.
 

1959 bis 1967

Im Jahr 1959 wird der Grundstein für eine neues Wohnhaus der Paulus- und der Petrusgruppe gelegt. Die Pläne orientierten sich am pädagogischen Konzept von kleinen, überschaubaren Gruppen mit einer in sich geschlossenen Wohnweise. 1965 erhält die Schule eine neue Turnhalle. In den Jahren 1966 und 1967 gibt es auf dem Gelände umfangreiche Baumaßnahmen: Das alte St. Josefsheim wird abgerissen und es entstehen ein Schwesternhaus, ein Personalhaus mit Altersheim, eine Kapelle und ein weiteres Gruppenhaus. Zudem wird die Schule erweitert. Es entstehen vier neue Klassen in Wabenform mit Pausenhalle und Räume für Lehrer und Schulleiter.

1970 bis 1971

Der landwirtschaftliche Betrieb des Josefshauses wird 1970 eingestellt. In den baulichen Anlagen wird dafür ein Reitstall und eine Reithalle eingerichtet.

Im Winter 1971 wird mit Vertretern der Behörden, der Gemeinde und dem Landschaftsverband das 100-jährige Bestehen des Josefshauses und die Arbeit der Schwestern gefeiert.

1981 bis 1987

Nach zweijähriger Bauzeit wird das neue moderne Schulgebäude 1981 in Betrieb genommen. Die Feuchtigkeit des Untergrundes hatte den Abriss des alten Gebäudes erforderlich gemacht. Im Jahr 1984 übernimmt die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft die Trägerschaft des St. Josefshauses, nachdem seine Leitung 113 Jahre in den Händen der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus Xaverius gelegen hatte.

1985 werden die Ordensschwestern, die von Beginn an die Kinder und Jugendlichen betreuten, feierlich verabschiedet. Dem Konvent fehlt es an Nachwuchs. In den Jahren 1986 und 1987 werden die Räumlichkeiten der Gruppen Petrus und Paulus umfangreich saniert und die zentrale Heizungslanlage erneuert.

1991 bis 1996

Das CJG St. Josefshaus erhält 1991 die Betriebserlaubnis für die Intensivgruppe Martin und eine Familienwohngruppe. Ein Jahr später wird das "Sozialpädagogisch Betreute Wohnen" in das Betreuungsangebot aufgenommen und im Jahr 1995 durch die Einrichtung einer familienorientierten Tagesgruppe nochmals erweitert.

Ende 1996 muss das Altenheim zum Leidwesen aller Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen schließen.

2000 bis 2007

Im August 2000 startet die erste Lerngruppe FiF - Frühe intensive Förderung. Die Schule eröffnet im Jahr 2002 ein Schülerbistro.

In 2007 bekommt die Schule ein helles, großes Foyer, indem zukünftig auch viele Feierlichkeiten stattfinden. Im gleichen Jahr werden die Räume der Ganztagsförderung eröffnet.

2009 bis 2013

Jugendhilfe und Förderschule erweitern ihre Kooperation mit der Gründung von Schülerfirmen. Im Jahr 2009 entsteht die Schülerfirma "Schule in Arbeit", die fortan Dienstleistungen in den Bereichen Grünpflege, Brennholz, Pilzzucht, Apfelsaftproduktion und Tierpflege anbietet. In 2010 wird offiziell die Schülerfirma "Antoneria" eröffnet, die ein kleines Restaurant zum Mittagessen betreibt und Catering-Dienste anbietet.

Im Jahr 2013 schließt die Schülerfirma "Schule in Arbeit" einen Kooperationsvetrag mit der Gesamtschule Reichshof.


CJG St. Josefshaus

Blockhausstraße 7
51580 Reichshof-Eckenhagen
Tel. 02265 13-0
Fax 02265 13-13
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